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Veranstaltungsort

Memorium Nürnberger Prozesse
Bärenschanzstraße 72
90429 Nürnberg
www.memorium-nuernberg.de

Haltestellenicon  Nürnberg Bärenschanze

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Memorium Nürnberger Prozesse
Programmheftseite: 170, 172

Memorium Nürnberger Prozesse

Historischer Ort der Nürnberger Prozesse barrierefrei

Was macht den Saal 600 im Nürnberger Justizpalast zu einem internationalen Besuchermagneten? Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stellten die Siegermächte USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich hier 22 Repräsentanten des nationalsozialistischen Staates vor Gericht. Verhandelt wurde knapp ein Jahr vom 20. November 1945 bis 1. Oktober 1946. Heute gilt der Prozess als Geburtsstunde des Völkerstrafrechtes. Im Anschluss an den „Hauptkriegsverbrecherprozess“ fanden zwölf weitere Prozesse vor einem amerikanischen Militärtribunal statt. Seit 2010 ist der Saal 600 Teil einer neuen Dauerausstellung der Museen der Stadt Nürnberg. Zugleich finden hier weiterhin Gerichtsverhandlungen statt sowie Tagungen der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien. Henrike Claussen, Leiterin des Memorium Nürnberger Prozesse, erläutert die verschiedenen Nutzungen des Saales vor, während und nach den Nürnberger Prozessen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Diskussion, Führung, 18:00 Uhr, 21:00 Uhr, Dauer: je 25 Min., max. Besucher: 50, 2. Stock, Saal 600
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Philosophie, Ethik und Religionswissenschaften

Die Protagonisten des Alliierten Militärtribunals barrierefrei

Der Saal 600 musste für die vorgesehene Anzahl der Beteiligten und Zuschauer vergrößert werden. Wer aber zählte zu den Protagonisten des Nürnberger Prozesses? Wer prägte den Prozess entscheidend? Die alliierten Siegermächte einigten sich auf 22 Angeklagte für den Nürnberger Prozess. Es waren Vertreter der Partei, der Regierung, des Militärs, der Polizei und Industrielle. Die Alliierten stellten die Ankläger und Richter. Den Vorsitz des Gerichtes hatte der britische Richter Geoffrey Lawrence. Die deutschen Verteidiger waren selbst gewählte oder Pflichtverteidiger. Im Zeugenstand waren nicht selten hochrangige Nationalsozialisten, die wenig später in den Nürnberger Nachfolgeprozessen zu Angeklagten wurden. Eine große Rolle im Nürnberger Prozess kam den Medien sowie der Technik zu. IBM entwickelte eine eigene Dolmetscheranlage. Dr. Astrid Betz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Memorium Nürnberger Prozesse, stellt in der Ausstellung ausgewählte Angeklagte, Juristen und Zeugen vor.

Diskussion, Führung, 19:00 Uhr, 22:00 Uhr, Dauer: je 25 Min., max. Besucher: 30, 3. Stock, Ausstellung
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Philosophie, Ethik und Religionswissenschaften

Das Erbe von Nürnberg barrierefrei

Welche Auswirkungen hatte der Nürnberger Prozess auf das Internationale Völkerstrafrecht? Auch nach 1945 wurden Menschenrechte verletzt und Kriege geführt. In vielen Fällen erfolgte keine Anklageerhebung gegen die Verantwortlichen. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges in den Jahren 1993 und 1994 konnte der UN-Sicherheitsrat erneut internationale Strafgerichtshöfe einsetzen, die Verantwortliche für Verbrechen in den Jugoslawien-Kriegen und im Bürgerkrieg in Ruanda vor Gericht stellten. 1998 schließlich wurde in Rom die Vertragsgrundlage für einen permanenten Internationalen Strafgerichtshof unterzeichnet, der 2002 seine Arbeit in Den Haag aufnahm und in diesem Jahr seit fünfzehn Jahren tätig ist. Nicht alle Staaten sind Mitgliedstaaten des Internationalen Strafgerichtshofes. Michaela Lissowsky, Dipl. -Pol. der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, erklärt die Auswirkungen der Nürnberger Prozesse auf die Entwicklung des Völkerstrafrechts. Foto: ICC-CPI/Aleksandra Milic

Führung, 20:00 Uhr, 23:00 Uhr, Dauer: je 30 Min., max. Besucher: 30, 3. Stock, Ausstellung
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften

 

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