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Veranstaltungsort

Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1
90402 Nürnberg

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Germanisches Nationalmuseum

Germanisches Nationalmuseum

Blicke hinter die Kulissen der Museumsarbeit

Aus welchen Materialien besteht ein Kunstwerk? Wie und von wem wurde es geschaffen? Und warum inventarisieren Museen ihre Bestände so aufwendig? In 15-minütigen Kurzvorträgen geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Germanischen Nationalmuseums den ganzen Abend lang Einblicke in die Museumsarbeit.

Die Museumsräume schließen um 18 Uhr, die Kurzvorträge finden im Aufseß-Saal statt. Einzig die Kartäuserkirche bleibt zugänglich, in der ebenfalls Mitarbeiter anhand ausgewählter Beispiele von ihren Forschungsprojekten berichten. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Museumscafé Arte ins Gespräch zu kommen.

Diskussion, Vortrag, 20:00 — 03:00 Uhr
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften

Kurzvortrag: Archäologische Forschungen des GNM, Dr. Angelika Hofmann, Sammlungsleiterin für Vor- und Frühgeschichte barrierefrei

Das Germanische Nationalmuseum verfügt auch über eine Vor- und Frühgeschichtliche Sammlung, die ältesten Exponate datieren 300.000 Jahre zurück. Womit beschäftigt sich diese Disziplin? Was sind aktuelle Fragen und Probleme? Darüber berichtet Sammlungsleiterin Dr. Angelika Hofmann in ihrem Kurzvortrag. Im Fokus stehen die noch unerschlossenen, also noch nicht bearbeiteten Bestände der Sammlung.

Vortrag, 01:00 — 01:15 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie

Kurzvortrag: Aus dem Forschungslabor: Spätmittelalterliche Malerei unter der Lupe, Dr. Beate Fücker und Dr. Joshua Waterman barrierefrei

Mittelalterliche Gemälde wurden nicht dafür geschaffen, an einer Museumswand zu hängen. Doch wo kommen sie her? Wozu dienten sie? Wer hat sie angefertigt? Wie wurden sie hergestellt? Und was sagen sie uns heute? Nach Antworten auf diese und viele weitere Fragen forscht seit 2013 ein Team aus Kunsthistorikern und Kunsttechnologen, zu dem auch Dr. Beate Fücker (Kunsttechnologin) und Dr. Joshua Waterman (Kunsthistoriker) gehören. Ziel: ein wissenschaftlicher Bestandskatalog der Gemälde vor 1500 im Germanischen Nationalmuseum.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Beispiele spätmittelalterlicher Tafelmalerei gemeinsam in der Kartäuserkirche anzusehen.

Vortrag, 22:00 — 22:15 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Kunstwissenschaften

Kurzvortrag: Besucherforschung in der Ausstellung „Luther, Kolumbus und die Folgen“, Dr. Daniela Bauer, Psychologin barrierefrei

Vortrag, 23:20 — 23:35 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Kunstwissenschaften, Psychologie, Sozialwissenschaften

Kurzvortrag: Cherchez la femme! Peggy Große M.A., Kunsthistorikerin, und Benjamin Rudolph, Kunsttechnologe barrierefrei

Suchen Sie die Frau! Man wird sie auf dem Gemälde von Christian Wilhelm Ernst Dietrich, gen. Dietricy, mit der Darstellung eines Gemäldekabinetts (1742) mit bloßem Auge nicht finden. Dass es sich bei dem Motiv um eine vollständige Übermalung eines Frauenporträts handelt, wurde erst bei einer kunsttechnologischen Untersuchung des Gemäldes festgestellt. Unsichtbares sichtbar zu machen - auch das gehört zu den Aufgaben eines Museums, wovon die Kunsthistorikerin Peggy Große und der Kunsttechnologe Benjamin Rudolph berichten werden. Neben den kunsttechnologischen Untersuchungsmethoden werden auch kunsthistorische Fragen wie nach dem Grund der Übermalung und der Identität der Frau erörtert.

Vortrag, 01:20 — 01:35 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Kunstwissenschaften

Kurzvortrag: Das Germanische Nationalmuseum als Forschungsmuseum, Dr. Daniel Hess, stellvertr. Generaldirektor barrierefrei

Das Germanische Nationalmuseum ist eines von acht Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft. Zugleich ist es mit rund 1,6 Mio. Objekten das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschen Sprachraums. Unter seinem Dach arbeiten Kulturhistoriker und Kunsttechnologen Hand in Hand. Doch was ist ein Forschungsmuseum eigentlich? Welche Forschung wird hier betrieben und was hat die Gesellschaft davon? Zu Beginn des Abend führt der stellvertretende Generaldirektor Dr. Daniel Hess in die grundlegenden Aufgaben eines Forschungsmuseums ein.

Vortrag, 18:00 Uhr, 22:00 Uhr, Dauer: je 15 Min., Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Kunstwissenschaften

Kurzvortrag: Das MUSICES-Projekt. 3D-CT von Musikinstrumenten, Meike Wolters, Kunsttechnologin barrierefrei

In Kooperation mit dem Fraunhofer Institut EZRT (Entwicklungszentrum Röntgentechnik) in Fürth entwickelt das DFG-Forschungsprojekt MUSICES einen Standard zur Computertomographie von Musikinstrumenten. Hierbei werden technische Parameter, geeignete Praxisabläufe sowie die Möglichkeiten und Grenzen dieser Technik erarbeitet. Warum und was dabei bereits an Erkenntnissen gewonnen wurde, davon berichtet die Kunsttechnologin Meike Wolters in ihrem Kurzvortrag.

Kurzvortrag: Die größte Sammlung historischer Musikinstrumente. Digitale Spurensuche vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg Dr. Dominik von Roth und Linda Escherich, Musikwissenschaftler barrierefrei

Die Sammlung Rück ist eine der größten privaten Sammlungen alter Musikinstrumente, die 1962 an das GNM überging. Die digitale Erfassung der akribisch geführten Erwerbskorrespondenz mit mehr als 17.000 Briefen ermöglicht u.a. die Rekonstruktion einstiger Marktpreise historischer Instrumente und damit auch die Möglichkeit, Kaufverhalten und Sammlungstätigkeit während der NS-Zeit kritisch in den Blick zu nehmen. Die Musikwissenschaftler Dr. Dominik von Roth und Linda Escherich geben spannende Einblicke in ein derzeit am Museum noch laufendes Forschungsprojekt.

Vortrag, 23:40 — 23:55 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Kunstwissenschaften, Andere Geisteswissenschaften

Kurzvortrag: Die Teekanne „Leda“ und wie sie in den Bestand des GNM kam, Dr. Silvia Glaser, Sammlungsleiterin für Design und das Kunstgewerbemuseum barrierefrei

Inventarisierung – eine der grundlegenden Museumsarbeiten. Welche Schritte muss ein Neuzugang in welchen Abteilungen durchlaufen, bis er - inklusive einer Inventarnummer - seinen Standort in der Dauerausstellung oder im Depot findet? Und warum der ganze Aufwand? Sammlungsleiterin Dr. Silvia Glaser gibt am Beispiel einer Teekanne Einblicke in die alltägliche Museumsarbeit des Inventarisierens.

Vortrag, 22:20 — 22:35 Uhr
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Kunstwissenschaften

Kurzvortrag: Ein Spielzeugpferd, das irritiert, Dr. Claudia Selheim, Sammlungsleiterin für Spielzeug barrierefrei

Im Jahr 1903 kam ein außergewöhnliches Spielzeugpferd neu in den Bestand des Germanisches Nationalmuseums. Das Interesse von Seiten der Medien war groß. Neben wechselnden Bedeutungszuweisungen wurden dem Spielzeugpferd auch immer wieder verschiedene Herkunftsregionen zugewiesen, die erst jetzt endgültig aufgrund naturwissenschaftlicher und kulturhistorischer Methoden geklärt werden konnten. Dr. Claudia Selheim, Sammlungsleiterin für Spielzeug, gibt in ihrem Kurzvortrag Einblicke in die spannende und mitunter auch kuriose und stark von ihrer Zeit geprägte Sammlungsarbeit.

Vortrag, 21:00 — 21:15 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Kunstwissenschaften

Kurzvortrag: In ewigem Gedenken?! Interdisziplinäre Forschungen zu Totenschilden, Dr. Katja Putzer und Elisabeth Taube barrierefrei

Totenschilde hingen als Gedenktafeln für verstorbene männliche Mitglieder der städtischen Eliten und des Adels in Form runder, acht- oder rechteckiger Holztafeln im Kirchenraum. In einem dreijährigen Forschungsprojekt wurde der spätmittelalterliche, zum großen Teil aus Nürnberg stammende Bestand des GNM erstmals systematisch aus historischer, kunsthistorischer und kunsttechnologischer Perspektive untersucht und erschlossen. Die Historikerin Dr. Katja Putzer und die Kunsttechnologin Elisabeth Taube geben gemeinsam Einblicke in ein ungewöhnliches Forschungsthema. Im Anschluss kann gemeinsam ein Totenschild im Original in der Kartäuserkirche angesehen werden. Welche Teile zu einem spätgotischen Totenschild gehören und aus welchen unterschiedlichen Materialien sie gefertigt wurden, wird exemplarisch an einem Beispiel vorgestellt.

Vortrag, 20:40 — 20:55 Uhr
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Kunstwissenschaften

Kurzvortrag: Neckische Lustbarkeiten. Nürnberger Schembartbücher als Quelle fastnächtlichen Brauchtums, Dr. Johannes Pommeranz, Direktor der Bibliothek barrierefrei

Die „fünfte Jahreszeit“ begeistert Menschen seit Jahrhunderten. Weltweit entwickelten sich Bräuche, die dem bunten Treiben eine Ordnung gaben. Dem Karneval in der spätmittelalterlichen Reichsstadt Nürnberg gab der sogenannte Schembartlauf ein Gesicht, umfassend dokumentiert in sogenannten Schembartbüchern. Sie weisen die reiche Fernhandelsstadt als Karnevalshochburg aus: Zahlreiche Einträge zum historischen Fastnachtsumzug in Stadtchroniken, Wappen- und Turnier- und Trachtenbüchern bezeugen das große Interesse seitens Nürnberger Patrizierfamilien. Dr. Johannes Pommeranz, Leiter der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums, gibt in seinem Kurzvortrag erste exklusive Einblicke in ein geplantes Forschungsvorhaben zu Schembartbüchern.

Vortrag, 20:20 — 20:35 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Kunstwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften

Kurzvortrag: Nürnberger Goldschmiedekunst. Meister – Marken – Werke, Birgit Schübel, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin barrierefrei

Nürnberg war lange eines der bedeutendsten Goldschmiedezentren Deutschlands, zeitweise sogar eines der wichtigsten in Europa. Goldschmiedearbeiten waren begehrt für herrschaftliche Tafeln und kirchliches Zeremoniell. Doch wie erkennt man, ob eine Arbeit in Nürnberg gefertigt wurde? Und wie kann man noch Jahrhunderte später einen Goldschmiedemeister als Urheber identifizieren? Birgit Schübel gibt Auskunft über Meister und ihre Marken und zeigt exemplarisch, wie man Urheber eines Werkes auch nach Jahrhunderten noch auf die Spur kommen kann.

Vortrag, 21:40 — 21:55 Uhr
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Kunstwissenschaften

Kurzvortrag: Objektgeschichte(n). Das Provenienzforschungsprojekt des GNM, Dr. Anja Ebert und Dr. Timo Saalmann, wissenschaftliche Projektmitarbeiter barrierefrei

Provenienzforschung fragt nach der Herkunft von Objekten. Dabei steht die Suche nach Kulturgut im Vordergrund, das den Eigentümern während der NS-Zeit verfolgungsbedingt entzogen wurde. Gefördert durch die Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste untersucht das GNM seit November 2014 die Herkunft seiner zwischen 1933 und 1945 getätigten Erwerbungen. Die Kunsthistoriker Dr. Anja Ebert und Dr. Timo Saalmann geben Einblicke in eines der derzeit aktuellsten und häufig umstrittensten Forschungsfelder der Kunstgeschichte. Das Thema wird in einer von ihnen kuratierten Sonderausstellung ab 26. Oktober im GNM weiter thematisiert.

Vortrag, 23:00 — 23:15 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Geschichte und Archäologie, Kunstwissenschaften, Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften

Kurzvortrag: Vom Fragment zum Werk. Verlorenes wird sichtbar, Dr. Katja von Baum, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin barrierefrei

In der Dauerausstellung hängt eine – auf den ersten Blick unscheinbare – Tafel mit der Darstellung der heiligen Agnes. Doch war sie nie als einzelnes Gemälde gedacht: Röntgenaufnahmen, Scharnierspuren und die heraldisch „falsche“ Position der dargestellten Stifterfiguren führen uns zur Rekonstruktion des prachtvollen Gesamtwerks, dem die Heilige einmal angehörte. In ihrem Kurzvortrag stellt Kunsttechnologin Dr. Katja von Baum ein faszinierendes Beispiel für die Ergebnisse aus der Erforschung der spätmittelalterlichen Gemälde im Germanischen Nationalmuseum vor.

Im Anschluss können in der Kartäuserkirche weitere Beispiele spätmittelalterlicher Tafelmalerei gemeinsam betrachtet werden.


 

Kurzvortrag: Wie dringt man in die Geschichte ein? Die Kreuzwegstationen von Adam Kraft, Dr. Frank Matthias Kammel, Sammlungsleiter für Skulpturen barrierefrei

Zwischen 1505 und 1508 schuf Adam Kraft (um 1460-1509) einen aus sieben großformatigen Sandsteinreliefs bestehenden Kreuzweg, der zu den ältesten Beispielen dieser Bildgattung im deutschen Sprachraum gehört. Ein seit 2015 laufendes Projekt verbindet kunstgeschichtliche und kunsttechnologische Untersuchungen mit konservatorischen, substanzerhaltenden Maßnahmen. Welche Fragen, Ziele und Probleme leiten diese Maßnahme? Davon berichtet Dr. Frank Matthias Kammel, Sammlungsleiter für Skulpturen, in seinem Kurzvortrag. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich die Steinreliefs im Original gemeinsam in der Kartäuserkirche anzusehen.

Vortrag, 00:20 — 00:35 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Kunstwissenschaften

Kurzvortrag: „Bitte recht freundlich!“ Bismarck als Fotomodell, Dr. Leonie Beiersdorf, Sammlungsleiterin für Kunst und Kunsthandwerk von 1800 bis 1945 barrierefrei

Kein anderer Künstler hat Otto von Bismarck so oft porträtiert wie Malerfürst Franz von Lenbach. Dabei machte der Künstler, wie die Mehrheit der Maler im ausgehenden 19. Jahrhundert, intensiv Gebrauch von Fotografien als Vorlagen. Käufern war dieses Vorgehen suspekt: sie verlangten „wahre“ Kunst, wozu die Arbeit nach Fotos nicht zählte. Mit ihrem Kurzvortrag gibt Sammlungsleiterin Dr. Leonie Beiersdorf einen kleinen Einblick in die große Bandbreite des Bestands, der sowohl historische Gemälde als auch Fotografien umfasst.

Vortrag, 21:20 — 21:35 Uhr , Aufseß-Saal
 
Wissenschaftszweig:Geisteswissenschaften, Kunstwissenschaften

 

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